Zeuthener Yachtclub e.V., Niederlausitzstraße 12, 15738 Zeuthen, Tel.: (033762) 70 9 77

Drohendes Verbot von Kajuetbooten Aufruf zur Stellungnahme bis zum 12.12.2016

Liebe Wassersportler,
jetzt ist die Stellungnahme jeder Seglerin / jedes  Seglers gefordert!
Ueber die Auflagen (siehe Anlage; Seite 2 des Schreibens vom Bezirksamt Spandau), die dem Spandauer Yacht-Club fuer die Verlaengerung seiner Steggenehmigung angekuendigt worden sind, hat der BSV bereits berichtet. De facto kommt das Verbot jeglicher Infrastruktur auf den Stegen verbunden mit der Untersagung der Selbstversorgung von Strom auf den Booten (z.B. mittels Solarkollektoren) einem Verbot von Kajuetbooten gleich. Angedrohte Ordnungswidrigkeitsverfahren richten sich direkt an den Verein, d.h. an den Vorsitzenden bzw. weitere geschaeftsfuehrende Vorstandsmitglieder.
Beschaeftigte der moeglicherweise zustaendigen Senatsverwaltung(en) haben eine Verantwortung fuer diese Auflagen verneint, das Bezirksamt Spandau hat dem BSV zu verstehen gegeben, dass diese Auflagen fuer ganz Berlin geplant sind (doch vom Senat?).

Da nunmehr dem SpYC am 28. November 2016 eine Frist bis zum 12.12.2016 fuer die Anhoerung gesetzt worden ist, fordert der Berliner Segler-Verband alle Segler(innen) auf, ihren Unmut, ihre Kritik, Ihre Einwaende und Anmerkungen zu dieser in unseren Augen voellig ueberzogenen und jegliches Augenmass vermissenden verwaltungswillkuerlichen Massnahme an das

Bezirksamt Spandau von Berlin
Herrn Holger Pipper
Carl-Schurz-Strasse 2/6
13597 Berlin

zu schicken (alternativ 13578 Berlin (Postfach, ohne Str.). Beziehen Sie sich auf folgendes Aktenzeichen: AZ 6795/07-042-Sch-20.
Erfahrungsgemaess sind schriftliche Eingaben wirkungsvoller als E-Mails, eine E-Mail hingegen ist besser als gar keine Äußerung ( holger.pipper@ba-spandau.berlin.de ). Bitten Sie um eine Beantwortung Ihres Schreibens! Es wird nicht reichen, wenn sich lediglich die Vereinsvorstaende an das Bezirksamt wenden. Hier sind alle Berliner Segler gefordert, denn wenn diese Auflagen zur Regel werden, wird sich die Berliner Segelsportszene dramatisch veraendern. Ein Grossteil der Segelvereine wuerde Einschnitte dieser Art in dem seit teilweise ueber 100 Jahre praktizierten Wassersport in Berlin nicht ueberleben koennen.
Der BSV gibt Ihnen keine vorgefertigten Schreiben an die Hand, da eine Verhinderung von wenigen Hausbooten durch eine Untersagung der Infrastruktur fuer alle ca. 15.000 bis 20.000
Kajuetmotor- und Segelboote von derart geringem Sachverstand kuendet, dass jeder Seglerin, jedem Segler, zahlreiche eigene Argumente gegen diese Auflagen einfallen werden.
Der Berliner Segler-Verband erhofft und erwartet einen Protest unserer Berliner Segler-Gemeinde, der den der Mueggelsee-Anhoerung um ein Vielfaches uebertrifft. Bedenken Sie die Frist vom 12.12.2016 !!!
Parallel zu den Einwaenden und Aeusserungen der Berliner Wassersportler wird sich der Berliner Segler-Verband an alle anderen betroffenen Verbaende und Vereinigungen sowie die Berliner Presse wenden.
Die Vereinsvorstaende bitten wir, diesen Aufruf schnellstmoeglich allen Mitgliedern zukommen zu lassen!
Ueber die weitere Entwicklung halten wir Sie auf dem Laufenden. Vielen Dank fuer Ihre Mitarbeit!

Reiner Quandt, Obmann fuer Oeffentlichkeitsarbeit, Berliner Segler-Verband