Zeuthener Yachtclub e.V., Niederlausitzstraße 12, 15738 Zeuthen, Tel.: (033762) 70 9 77

Ein erfolgreicher Regattaverein. 1951 - 1989 I. Boote und Organisation

Boote

Neben einer Vielzahl von vereinseigenen Segelbooten, die aus Betriebsmitteln der Betriebssportgemeinschaft finanziert wurden, gab es im Laufe der Jahre immer wieder zahlreiche Eigenbauten. Sie entstanden in der Werkstatt des Vereins. Unter Anleitung von Bootsbaumeister „Vater Holz“ wurden sechs 15 qm Jollenkreuzer in konventioneller Bauweise, das heißt geplankt aus Mahagoni-Holz, gebaut. Für weitere acht Kunststoffboote stellten die Segler eine eigene Form her. Außerdem verließen zehn 15 qm Wanderjollen die Halle, zwei aus Holz und acht in Kompositbauweise.

Stets wurden auch Jollen neu gekauft. Schließlich waren mehr als vierzig Boote im Bestand des Vereines. Darunter acht Piraten, zwei O-Jollen, ein Finn-Dingi, zwei FD-Jollen, drei H-Jollen, zwei Z-Jollen, zwei Yoxys, eine Xylon. Für Kinder und Jugendliche standen zehn Optimisten, fünf Cadets, drei OK-Jollen und fünf 420er zur Verfügung.

Einige Motorboote ergänzten den Bestand. Sie wurden teilweise aus Invest- und Sportmitteln des Trägerbetriebes VEB Schwermaschinenbau „Heinrich Rau“
Wildau finanziert und dienten als Trainingsbegleitschiffe sowie Schleppboote zu Regatten. Anfangs war das ein sowjetisches Militärboot. 1960 kam die „Oma“.
Sie war von der Wasserschutzpolizei ausgemustert worden. Schließlich lag die „Freundschaft“ im Hafen, eine Eigenkonstruktion der „Jacko – Werft und wiederum einige Jahre später Jahre folgte die „Einheit“.

Organisation

Für die Organisation des Trainings, die Verteilung der Sektionsboote und die Regattateilnahme war der Trainerrat zuständig – bestehend aus dem Vorsitzenden,
den Klassenobleuten und den Verwaltern für Bootszubehör.

Die nationalen Klassen der DDR wurden in einem Register geführt. Regelmäßig wurden die Boote von ehrenamtlichen Vermessern geprüft und mit einem Messbrief ausgestattet. Als es diese noch nicht gab, wurden Registriernummern vergeben. In den fünfziger Jahren führte das aber bei Teilnahme westdeutscher Boote zu doppelten Nummern. Darum wurde für die DDR-Schiffe das „GO“ verbindlich, später „DDR“ für internationale Regatten. Bei nationalen Wettfahrten war zudem lange das Führen eines rot-weiß gestreiften „Rennstanders“ vorgeschrieben, da Teilnehmer Wegerecht gegenüber anderen Seglern hatten.